Das Affidavit

Schreib ein Affidavit

Ein Affidavit ist in der Welt des Common Law, und damit des älteren Rechts, ein ganz normales und gebräuchliches Schriftstück.

Ein Affidavit ist eine eidesstattliche Erklärung und kein Eid (englisch: oath).

Es gibt Affidavits zu verschiedenen Zwecken, zum Beispiel um seine Identität zu versichern, um ein bestimmtes Ereignis zu beschreiben oder um die Wahrheit in einer gerichtlichen Auseinandersetzung zu versichern.

Ein Affidavit ist solange als die Wahrheit zu betrachten, bis das Affidavit durch ein Gegenaffidavit entkräftet wurde.

Vor Gericht kannst Du als Kläger oder Beklagter nicht vereidigt werden, es wird davon ausgegangen, dass Kläger und Beklagter lügen könnten und dies auch tun.

Ein Affidavit als außergerichtliche, beeidete Erklärung, vorab beigefügt zu den Akten, muss berücksichtigt und in einer rechtsstaatlichen Ordnung widerlegt werden.

Es ist unehrenhaft, in einem Affidavit nicht die Wahrheit zu sagen. Lügen im Affidavit können und werden, wegen der Entehrung der Gegenseite, ggf. eine härtere Bestrafung nach sich ziehen.

Das Affidavit wird als Lebender für die natürliche Person des Erklärenden erstellt.

Es ist möglich, dass ein eingereichtes Affidavit durch das Gericht als irrelevant eingestuft wird. Dies belegt, dass grundsätzlich nicht gegen die erklärende natürliche Person (laut DIN 5007: <Nachname>, <Vorname>) vorgegangen wird, sondern gegen die juristische Person (VORNAME NAME) oder gegen einen undefinierten Zwitter (<Anrede> <Vorname> <Familienname>).

In diesem Falle musst Du verhindern, als Treuhänder eingesetzt zu werden und es ist sinnvoll ein zweites Affidavit erstellt zu haben, in dem Du für die natürliche Person erklärst, dass jegliche Handlung inklusive Treuhandübernahme des lebenden Mannes/Weibes für eine andere Entität als Deine natürliche Person und unter dem [Aktenzeichen] unter Zwang erpresst wird bzw. worden ist und jegliche Aussage unter Folter zustande kommt/gekommen ist.

18 Schritte

Die folgenden Schritte sind die Schritte beim Schreiben eines Affidavit:

  1. Bestimme den Titel des Affidavit, zum Beispiel „Affidavit der Wahrheit“.
    Außerdem müssen Name und Anschrift der Person, die das Zeugnis oder die eidesstattliche Erklärung abgibt, in den Titel aufgenommen werden, z.B. Affidavit der Wahrheit der natürlichen Person Musterfrau, Elke.
  2. Wenn das Affidavit vor Gericht eingereicht wird, muss der Titel des Falles (in eckigen Klammern) oben angegeben werden. Die Beschriftung des Falles kann auf jeder der von den Parteien in diesem Fall eingereichten Schriftsätze gefunden werden.
  3. Die Überschrift muss den Namen des Gerichts, des Bezirks und des Staates, die Namen der Parteien und die Fallnummer (in eckigen Klammern) enthalten. Achte bei Dir auf die richtige Schreibweise nach DIN 5007: <Nachname>, <Vorname>.
  4. Im ersten Absatz des Affidavit sind der Name und die persönlichen Umstände der Person anzugeben. Dazu gehören Anschrift, Arbeitsort, Alter oder Geburtsdatum des Betroffenen, Beruf, Einwanderungsstatus und Beziehung des Betroffenen zu einer der Parteien in diesem Fall.
  5. Schreibe einen Eröffnungssatz, der in der ersten Person (Ich-Form) sein muss.
  6. Gib einen Überblick über die Fakten, die in der eidesstattlichen Versicherung anzugeben sind.
    Stelle fest, welche der aufgeführten Fakten relevant und wichtig sind und lasse diejenigen außer acht, die es nicht sind. Ordne die Fakten kohärent an. Nenne jede Tatsache in einem eigenen Absatz. Nummeriere die Absätze, am besten sogar die Zeilen, damit sie leichter zu lesen und vor Gericht geltend zu machen sind.
  7. Beschreibe jeden Sachverhalt prägnant und klar durch Angabe von Namen, Daten, Adressen und anderen Informationen nach Bedarf.
  8. Verweise auf Belege, indem Sie sie als Anhänge kennzeichnest.
  9. Gib am Ende eine Erklärung ab, dass die eidesstattliche Erklärung eine vollständige Darstellung der Tatsachen ist.
  10. Weise darauf hin, dass der Vorgang in keiner Weise zur Bereicherung, egal welcher Seite, Verwendung finden darf.
  11. Lege den Signaturblock an. Dies ist der Raum, in dem der Affiante seinen Namen unterschreiben soll.
    Die Unterschrift als Lebender muss mittig in blauer dokumentenechter Tinte mit einem roten Stempelabdruck des rechten Zeigerfingers abgegeben werden.
  12. Lege den Unterschriftsblock für die Zeugen an. Die Zeugen bezeugen dabei die Tatsache der Abgabe des Affidavit durch den Affianten, aber nicht den Wahrheitsgehalt der Inhalte. Empfohlen sind drei Zeugen.
    Die Unterschriften als Lebende müssen mittig in blauer dokumentenechter Tinte mit einem roten Stempelabdruck des rechten Zeigerfingers abgegeben werden.
  13. Schließlich ist ein notarieller Unterschriftsblock vorzusehen.
  14. Die eigene Unterschrift reicht nicht aus. Eines von beiden, die Bezeugungen oder die Notarisierung, müssen vorhanden sein.
    Dabei ist die eigene Unterschrift in Anwesenheit des Notars zu leisten.
  15. Drucke das Affidavit mit blauer Schriftfarbe auf festem 120-g-Papier aus.
  16. In der oberen rechten Ecke wird ein Postcodelabel und rechts daneben handsschriftlich das Datum geschrieben. Direkt unter dem Datum wird eine Briefmarke mit mindestens 100 Einheiten (möglichst farbig) aufgeklebt.
    Über die Briefmarke hinweg wird schräg unterschrieben, so als wolltest Du die Ecke abschneiden. Außerdem wird der Abdruck des rechten Zeigefingers so angebracht, dass die Unterschrift, die Marke und das Blatt betroffen sind.
  17. Die leeren Rückseiten werden mit einem großen „Z“ entwertet. Unten rechts auf die Rückseite jeder einzelnen Seite kommt eine weitere Marke (ab 5 ct), darüber ebenfalls das Datum. Quer darüber die Unterschrift, als wollte man die untere rechte Ecke abschneiden, und der rechte Zeigefingerabdruck.
  18. Das Original bleibt auf alle Zeit in Deinen Händen. Die Gegenseite erhält nur eine Farbkopie, am besten mit notarieller Beglaubigung.

Anmerkung zu den Briefmarken und Identcodes

Der Weltpostverein ist eine allen Nationen übergeordnete, mächtige Entität. Die Zusammenarbeit mit den Nationen erfolgt über Staatsverträge.

Die Briefmarken sind Wertpapiere. Die Verwendung von Briefmarken bezieht die Autorität des mächtigen Weltpostverein (UPU) in einen Vorgang mit ein und ist gleichzeitig eine Versicherung für das Dokument, das mit einer Briefmarke versehen wird.
Briefmarkensammler wissen dies: Weil sie Wertpapiere sind, verlieren sie auch nicht durch das (nasse) Aufkleben ihren Wert, auch nicht über das Abstempels oder Autografieren. Sie sind danach nur nicht mehr als Versicherung für einen weiteren Postversand geeignet. Ein Dokument mit aufgeklebter Briefmarke hat mindestens den Wert der Briefmarke.
Die früheren öffentlichen Gebührenmarken erfüllten den gleichen Zweck: Ich bestelle eine Geburtsurkunde und muss eine Gebühr von 15 Euro zahlen. Aber die Geburtsurkunde ist nicht 15 Euro wert. Deshalb wurden früher Gebührenmarken aufgeklebt. Heute gibt es statt dessen eine verblassende Quittung aus dem Thermodrucker.

Die Postidentcodes, wie sie zum Versand von Einschreiben verwendet werden, sind international eindeutig und machen ein Dokument zu einem Dokument unter dem Schirm des Weltpostvereins.

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